Pille danach – Diskussion um die Rezeptpflicht in Deutschland und den USA

Pille danach – Diskussion um die Rezeptpflicht in Deutschland und den USA

Pille danach – Diskussion um die Rezeptpflicht in Deutschland und den USA

Es gibt bereits jahrelange Diskussionen über die Rezeptpflicht der Pille danach.

Deutschland ist eines der wenigen Länder, in dem Frauenärzte frei verkäuflicher Notfallverhütung sehr kritisch gegenüber stehen. Frauen gelangen hier nur durch ein ärztlich ausgestelltes Rezept an die Pille danach. Laut der Ärzte könne nicht auf das bisher nötige Beratungsgespräch verzichtet werden und das außer Acht lassen von Nebenwirkungen und möglicher Wirkungslosigkeit bürge zu große Gefahren. Doch auch in Deutschland wird jüngst die Diskussion um die Rezeptpflicht der Pille danach lauter. Politiker der SPD und Linksfraktion treten für die rezeptfreie Vertreibung der Notfallverhütung ein. Es wäre ebenso möglich eine Beratung durch Pharmazeuten zu erhalten und vom Verband pro familia beklagte Versorgungslücken in Beratungsressourcen der Krankenhäuser zu umgehen.

Auch in den USA gibt es bereits jahrelange Diskussionen wer unter welchen Voraussetzungen die Pille danach erhalten darf. Die US-Fachbehörde für Food and Drug Administration hatte schon vor einigen Jahren die Empfehlung ausgesprochen die Pille danach ohne Rezeptpflicht für alle Frauen zugänglich zu machen. US-Gesundheitsministerin Sebelius wendete sich 2011 mit einer Regelung jedoch gegen diese Empfehlung der Fachbehörde. Laut dieser dürften nur Frauen über 17 Jahre rezeptfrei an das Medikament gelangen.

Ein New Yorker Richter brachte nun neues Feuer in die Diskussion. Im April 2013 sprach Bundesrichter Edward Korman in einem New Yorker Gericht ein Urteil entgegen der Festsetzung von Gesundheitsministerin Sebelius. Korman entschied, dass die Pille danach in den USA ohne Rezept für jeden, unabhängig vom Alter, verfügbar sein muss.