Haut und Ernährung die wahre Schönheit kommt von innen

Beim Erwachsenen hat die Haut je nach Körpergröße und Gewicht der Person eine Oberfläche zwischen 1½ und 2½ qm. Dadurch dass sie unmittelbar zugänglich ist, hat es schon immer Bestrebungen gegeben, durch Einflussnahme von außen ihr Aussehen zu optimieren. Auch heute beschäftigt sich das große Feld Kosmetik mit vielfältigen Methoden damit. Ein wesentliches Handicap für Kosmetika besteht darin, dass sich die Oberhaut alle 28 Tage erneuert. Das bedeutet die obersten Hautschichten werden nach 4 Wochen in Form von Hautschuppen abgestoßen. Da dieser Erneuerungsprozess von der Tiefe der Oberhaut ausgeht, ist jede kosmetische Veränderung der Oberhaut nach maximal 4 Wochen verschwunden.

Nur dann wenn Substanzen unter die Oberhaut in den Bereich der Lederhaut oder darunter gebracht werden, können sie längeren Bestand haben, wenn sie nicht durch den sehr regen Hautstoffwechsel abgebaut oder durch die intensive Durchblutung wegtransportiert werden. Ein Beispiel für diese sehr dauerhaften Hautveränderungen sind Tätowierungen. Weil jede Verletzung der Haut, die tiefer reicht als die Oberhaut, eine Narbe hinterlässt, ist es äußerst problematisch, Tätowierungen zu entfernen, weil jede Maßnahme dies zu tun zu Narbenbildung führt.

Um die Vorgänge genau zu verstehen, wollen wir die schematische Schnittzeichnung in der Abbildung betrachten.

Wenn wir von der Oberfläche aus gehen, können wir zunächst grob 3 Hauptschichten der Haut wahrnehmen. Zunächst die Oberhaut. Deren Grenze nach unten wird durch die so genannte Basalmembran gebildet. Beim gesunden Menschen enthält die gesamte Oberhaut keine Blutgefäße. Sie wird also indirekt von der unmittelbar darunter liegenden Lederhaut ernährt.

Man findet unterhalb der Basalmembran ein weit verzweigtes Gefäßnetz das diese Aufgaben übernimmt. Das Blut strömt senkrecht durch von unten kommende Arterien mit sauerstoff- und nährstoffreichem Blut in dieses Gefäßnetz. Das sauerstoff- und nährstoffarme Blut, das mit Abfallstoffen beladen ist, strömt durch die ebenfalls senkrecht verlaufenden Venen wieder senkrecht in die Tiefe zurück. Diese Arterien entspringen, bzw. die Venen münden in ein erneutes Gefäßnetz das die Grenze zwischen der Lederhaut und dem Unterhautgewebe bildet. Auch von dort aus verlaufen Blutgefäße senkrecht durch die tieferen Gewebsschichten.

Da die Haut ein sehr empfindsames Organ ist, das uns wesentliche Informationen aus der Umgebung liefert, finden sich in den verschiedenen Hautschichten zahlreiche Nerven die für die Empfindung von Schmerz, Berührungen, Vibrationen, Dehnungen und Ähnliches zuständig sind. Die Schweißdrüsen, die sich ebenfalls in der Unterhaut befinden, besitzen lange Ausführungsgänge die an der Hautoberfläche enden.

Die Lederhaut wird von Hautmuskeln durchzogen und ist mit elastischen Elementen versehen, die bewirken, dass die gesunde Haut elastisch und faltenfrei unseren Körper eng anliegend umhüllt. Insbesondere die bindegewebigen Elemente sind dafür verantwortlich. Durch verschiedenste Einflüsse wird unsere Haut allerdings im Laufe der Lebens durch Abbau dieser Fasern unelastischer und faltig. Ausgerechnet diese Hautschicht, die für die Kosmetik sehr interessant und wichtig ist, lässt sich über oberflächliche Behandlung nur schwer erreichen. Zusätzlich sorgt die intensive Durchblutung dafür, dass viele Wirkstoffe sofort abtransportiert werden. Deshalb sind für die Schönheit der Haut andere als lokale Mechanismen wesentlich bedeutsamer.

Zu aller erst ist es notwendig, dass ein ungehinderter Blutfluss die Versorgung der Haut mit Sauerstoff und Nährstoffen und den Abtransport von Schadstoffen gewährleistet. Hierzu muss man wissen, dass der Blutdruck in den zuliefernden Arterien etwa 10 mal so hoch ist, wie der in den zarten ableitenden Venen.

Nimmt das Fettgewebe in der Unterhaut zu, dann erhöht sich der Druck auf die Blutgefäße, der Abfluss wird behindert. Man kann beobachten, dass bei jüngeren Leuten mit starkem Übergewicht die Haut, beispielsweise des Gesichtes, wie aufgepumpt erscheint. Der Kopf dieser Adipösen erscheint nicht mehr wie bei normalgewichtigen längsoval, sondern wird mit zunehmendem Gewicht immer runder.

Dabei ist die Haut zunächst faltenlos. Weil sich aber durch die Jahre und Jahrzehnte dauernde mangelhafte Entsorgung des Hautgewebes immer mehr Schadstoffe anreichern, kommt es zu einer zunehmenden Zerstörung der elastischen Fasern in der Haut. Im Gesicht bewirkt dieser Faserabbau, dass die Haut im Laufe der Jahre immer schlaffer wird und wie ein zu großer Mantel Falten bildend schlaff das Gesicht umhüllt.

Auch die Hautfarbe verändert sich. Die normale Hautfarbe eines Mitteleuropäers ist rosa. Sie ent­steht durch das weiße Gewebe, das von einem zarten Netz von Gefäßen durchzogen ist, das sauerstoffreiches, hellrotes Blut befördert. Tritt im Laufe der Zeit durch die genannten Mechanismen eine Strömungsverlangsamung auf, so wird dem Blut mehr Sauerstoff als gewöhnlich entnommen. Sauerstoffarmes Blut ist dunkelblau bis violett. Das heißt, der verminderte Blutstrom und die erhöhte Sauerstoffentnahme verändern den Gesichtsfarbton von rosa nach bläulich-grau. Dieser Effekt kann durch braune Pigmente, die durch Sonnenbestrahlung gebildet werden, maskiert sein.

Durch die mangelhafte Ver- und Entsorgung der Haut wird sie nicht gut ernährt. Davon sind alle Elemente der Haut betroffen. Die anfangs seidig glänzende Haut wird fettig oder stumpf, trocken und schuppig. Über Talg- und Schweißdrüsen versucht der Körper Schadstoffe nach außen abzugeben, die nicht mehr über die natürlichen Mechanismen mit Stuhl oder Urin ausgeschieden werden können. Das Ergebnis sind übel riechende Absonderungen, die häufiges Waschen und Duschen, aber auch den Einsatz von Duftstoffen in Form von Deodorants oder Parfüms erforderlich machen.

Weil der Mensch ein landlebendes Säugetier ist, lohnt sich ein Vergleich mit wild lebenden Tieren dieser Spezies. Es fällt auf, dass weder ein Fuchs oder ein Hase noch ein Affe oder eine Giraffe regelmäßig duschen oder baden. Ein Kennzeichen von Gesundheit ist der stets gleich bleibende typische Geruch und ein seidig glänzendes, weder zu trockenes noch zu fettiges Fell. Abweichungen von dieser Norm signalisieren Krankheit.

Auf den Menschen angewandt heißt dies, dass die Notwendigkeit des Gebrauchs von Duftstoffen, das häufige Entfetten und Waschen der Haut Verfahren sind, Signale von krankhaften Veränderungen der Haut zu überdecken.

Im Umkehrschluss muss festgestellt werden, dass eine gesunde Funktion unseres Körpers und der Haut nur durch eine ausreichende Durchblutung mit der Folge einer guten Sauerstoff- und Nährstoffversorgung und der Entfernung von Abfall und Schadstoffen ein gesundes Aussehen der Haut und ihrer Anhangsgebilde wie Fingernägel und Haare gewährleistet.

Viele kosmetische Korrekturen verstärken den Mechanismus der Hautschädigung und -alterung, insbesondere dann, wenn Talg- und Schweißdrüsen verstopft, oder pflanzliche Allergene oder Schwermetalle, die in Farbstoffen enthalten sind, mit Hilfe fettreicher Trägersubstanzen in die Haut gelangen. Verstärkt wird dieser Effekt durch Narben, die durch chirurgische Manipulationen oder Injektionen entstanden sind. Jede Narbe behindert die für die Regeneration der Haut notwendige Durchblutung und den Abfluss von Lymphflüssigkeit.

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