Von Universum bis Burmester

Meine erste "Anlage" bestand aus einem kleinen Cassettenrekorder der Marke Universum von Quelle im Jahre des Herrn 1970. Es war nicht so einfach, meine Mutter davon zu überzeugen die 99 DM für das Teil locker zu machen. Es war ein reines Monogerät mit einem zentralen Kulissenschalter, der immerhin schon einen Umschalter für Chromdioxid-Cassetten hatte. Später kam noch ein Plattenspieler der gleichen Marke hinzu, der meine geliebten Beethovenplatten mit der Effizienz eines guten Schreiner- hobels bearbeitete und sich redlich Mühe gab, die Rillen auch tief genug auszufräßen.

Später, als Student, wechselte ich auf einen kleinen Yamaha-Verstärker, einen Sony-Vollautomatplattenspieler mit quartz-kontrolliertem Laufwerk und einen Telefunken Cassettenrekorder mit Highcom Rauschunterdrückung. Highcom war eine Entwicklung von Telefunken und angeblich deutlich besser, als Dolby, hat sich aber nicht durchgesetzt. Zwei 3 Wegeboxen eines Noname-Herstellers kamen noch dazu. Einige Jahre später wurde diese Anlage noch durch einen Philips CD-Player Mark II aufgerüstet. Ein wirklich toller CD-Player, komplett aus Metall. Alleine das Geräusch, wenn die schwere Metallschublade zum Einlegen der CD auffährt ist ein Genuß. Ein guter alter Traktor, der wie die Anlage heute noch in alter Frische zuhause bei Muttern läuft und immer noch ganz gut Musik macht..

Die nächste Steigerung erfolgte durch den Erwerb eines großen Yamaha-Verstärkers und Ininity-Boxen. Damals war ich noch Kunde bei Media-Markt, naiv und dumm, und habe der dortigen Empfehlung geglaubt. Es war bekannt, daß Infinity-Boxen, made in USA und durchaus von guter Qualität, einen kräftigen Verstärker brauchen. So wurde mir dort der Yamaha empfohlen. Es dauerte ungefähr ein Jahr, dann waren beide Mitteltöner kaputt geschürt. Sie wurden mir immerhin auf Garantie ersetzt. Frustriert durch dieses Erlebnis marschierte ich – auf Empfehlung eines Freundes – zum Hifi Point nach Bayreuth. Was für ein Unterschied: seriöse Kompetenz, Ruhe, Zeit und exzellente Komponenten. Hier erfuhr ich auch von der Schwäche des Yamaha-Verstärkers, der zwar für kurze Zeit viel Leistung erbringen kann, diese aber nicht stabil aufrechterhält. Somit liefen die Ininitys immer am Limit, was den Mitteltönern das Leben nahm.

Inspiriert von den Gesprächen und Hörgenüssen kaufte ich mir, meinem damaligen Budget entsprechend, meine nächste Elektronik, eine wunderbare Kombination von Rotel, bestehend aus Vor- und Endstufe, sowie einem CD-Player. Als Tuner wählte ich Harman Kardon. Jetzt fehlten natürlich noch die Boxen. Tilmann vom Hifi Point schwört auf Dynaudio und empfahl mir entsprechend die Contour 1.1. Doch ich wollte natürlich höher hinaus und erstand die Contour 2. Eine Traumbox. Sie machte mich zum absoluten Dynaudio-Fan. Eine wundervoll schlichte, schlanke 3 Wegebox, gehalten in schwarzen Schleiflack mit einem Traumklang.

Dise Anlage begleitete mich fast 10 Jahre und erfreute immer wieder mein Ohr und meine Tage. May god bless Tilmann and his recomendations

Anfang 2001 kribbelte es aber wieder in meinen Ohren und ich fragte Tilmann, wie man mein Equipment aufwerten könnte. Die Antwort kam spontan und prompt: Rondo von Dieter Burmester.

So habe ich mich Stück für Stück in den HighEnd-Bereich vorgearbeitet. Die Rondo von Dieter Burmester ist die erste Anlage, die sämtliche qualitativen Vorzüge dieser Highfidelen Edelschmiede in sich birgt, aber nicht gleich die Kosten eines Edelschlittens abverlangt. Billig ist sie dennoch nicht, aber erschwinglich. Der Klang ist superb. Sie ist als Komplettanlage konzipiert, harmoniert aber auch mit Ihren Einzelkomponenten mit anderer Elektronik. Der Vorteil liegt aber im Esemble, weil hier die drei Einzelgeräte symmetrisch und damit abgeschirmt miteinander verbunden sind.

Als ich die Rondo das erste mal an meinen guten alten Dynaudio Contour 2 Lautsprechern aktivierte, wuchsen diese über sich hinaus. Doch leider hatte ich vorher bei Tilmann im Hifi Point die Rondo an der Dynaudio Contour 3 erlebt. So sehr sich meine alten Dynaudios auch bemühten, daran konnten sie sich nicht messen. Nachdem meine Geldspeicher wieder etwas gefüllt waren, kaufte ich diese wundervolle Zauberbox. Es gibt zwar zur Rondo auch die passenden Lautsprecher von Burmester, die auch toll klingen; aber an die Dynaudio kommen sie bei weitem nicht heran.

Jetzt sitze ich oft zuhause auf meiner Couch und lasse mich vom Wohlklang dieses Traumensembles einlullen. Ich bereue nicht einen der vielen Pfennige, die das Quintett gekostet hat. Als Lautsprecherkabel benutze ich 3 fach OCOS.

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